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Ausrüstung



Struktur

Die Schweizer Armee wird in die Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe (früher auch Flugwaffe genannt) aufgeteilt. Die beiden Teilstreitkräfte sind für ihre Lehrverbände und weitere untergeordnete Verbände wie Brigaden oder Dienststellen verantwortlich.

Es gibt insgesamt nur etwa 5% Berufs- und Zeitsoldaten.Die Besonderheit der Schweizerischen Streitkräfte ist ihr Milizsystem. Alle übrigen Angehörigen der Armee (AdA) sind Wehrpflichtige im Alter zwischen 20 und 34 jahren, in speziellen Fällen bis 50 Jahren.

Wegen dieses Milizsystems, dem im zweiten Weltkrieg erbauten Reduit und der weltweit einzigartigen Form der Volksbewaffnung, bei der Angehörige der Armee ihre persönliche Waffe mit Munition zu Hause aufbewahren, entstand die Redewendung „Die Schweiz hat keine Armee, die Schweiz ist eine Armee!“.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde von diesem Massenheer-Prinzip in mehreren Schritten Abstand genommen, allerdings mit wesentlicher Verzögerung auf umliegende europäische Staaten, welche bereits reine Berufsarmeen geschaffen haben. Die Wehrpflicht steht in der Schweiz noch nicht zur Diskussion. De facto wird jedoch die Milizarmee immer mehr zu einer Grundwehrdiener-Armee mit starker Berufskomponente umgebaut, was in etwa dem Modell des österreichischen Bundesheers entspricht.



Schusswaffe

Stgw 90

Insbesondere werden ca 23,9% aller Suizide mit Schusswaffen begangen (Stand 2005 [1]) wovon deutlich mehr als die Hälfte mit Armeewaffen (Stand 1996) [2]). Trotzdem sind Missbräuche dieser Waffen selten aber statistisch doch feststellbar. Die Angehörigen der Armee nehmen ihre persönliche Waffe zwischen den Dienstleistungen nach Hause, was dazu führt, dass die Schweiz eine hohe Dichte an Feuerwaffen aufweist. Das Stgw 90 Kaliber 5,6 mm ist unter den massenweise hergestellten Handfeuerwaffen eine der präzisesten.Der überwiegende Teil der Soldaten ist mit dem Sturmgewehr 90 (SIG 550) als persönlicher Waffe ausgerüstet. Die Offiziere und höheren Unteroffiziere sind mit der Armeepistole 75 (SIG SAUER P220) im Kaliber 9 mm ausgerüstet. Seit 1996 wurden die Anzahl der Waffen um 380'000 Stück reduziert.




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